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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden, die zur Pfarrei Hl. Franz Xaver in Lauterecken gehören.

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Wie kam es zur Wallfahrt

Wallfahrt zur Mutter mit dem gütigen Herzen

Die Herz-Mariä-Kapelle in Kreimbach-Kaulbach zählt zu den offiziellen Pilgerstätten des Bistums Speyer. Seit mehr als 100 Jahren pilgern Menschen zu dieser Wallfahrtskirche auf dem Kapellenberg. Oftmals kommen sie zu Fuß; sie bringen ihre Sorgen und Bitten, aber auch ihren Dank zur Mutter mit dem gütigen Herzen.

 

 

Stifter

Pfarrer Dr. Philipp Hammer erbaute in seinem Filialort Kaulbach an markanter Stelle die Herz-Mariä-Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ und stiftete eine Wallfahrt. Die Unkosten bestritt er aus Tantiemen seiner Werke. Er wollte damit für die Katholiken der nordwestpfälzischen Diaspora einen religiösen Mittelpunkt schaffen.

Am 29. Februar 1864 übertrug man dem eifrigen Geistlichen die Administration der Diasporapfarrei Wolfstein. Am 30. Januar 1865 wurde er Pfarrer in diesem nordpfälzer Ort, an dem er bis zu seinem Lebensende 1901 wirkte.

Es lebten dort nur ca. 500 Katholiken unter der zehnfachen Zahl von Andersgläubigen. Er erbaute die Kapelle zu Kaulbach,

Pfarrer Dr. Hammer erhielt den Beinamen "Volksprediger von Wolfstein" und vertrat eine strenge papsttreue katholische Gesinnung. Bismarck selbst strengte einen Beleidigungs-Prozess gegen ihn an. Entsprechenden Inhalts waren auch mehrere religiös politische Schriften, die er veröffentlichte.

Für Kaulbach wurde Dr. Hammer dadurch bedeutsam, dass er den Bau „seiner“ Marienkirche bewirkte, vor der er im Jahre 1901 beigesetzt wurde. Pfarrer Hammer versah diese undankbare Stelle über 35 Jahre lang, bis zu seinem Tode. Wegen seiner kämpferischen und dezidiert katholischen Haltung – damals als „ultramontan“ gebrandmarkt – stand er bei der Regierung in keinem guten Ansehen. Sie sorgte dafür, dass er in dem kirchlich unbedeutenden und abgelegenen Diasporagebiet blieb und hintertrieb Versetzungen bzw. Beförderungen.

1870 erhielt der Geistliche die Einquartierung einer Gruppe preußischer Soldaten, die nach Frankreich vorrückten - und wurde prompt als „Franzosenfreund“ und „Preussenfeind“ denunziert. Die Vorwürfe erwiesen sich bei einer daraufhin angestellten Untersuchung als völlig haltlos.

1879/80 bemühte sich Philipp Hammer dreimal vergeblich um eine Domherrenstelle in Speyer. Auch eine Bewerbung als Dompropst 1888 blieb, trotz Unterstützung durch Kardinal-Staatssekretär Rampolla und Bischof Felix Korum, erfolglos. Der Geistliche war politisch aktiv und kandidierte bei Reichstagswahlen mehrmals in dem für das Zentrum hoffnungslosen Wahlkreis Kusel-Homburg.

Überregionale Bekanntheit erlangte er besonders durch seine regelmäßigen Auftritte als Redner bei den deutschen Katholikentagen. Die Augsburger Postzeitung nannte ihn sogar „eine der charakteristischsten Figuren der Deutschen Katholikentage“. An den Eröffnungsabenden überbrachte er in launigen Worten stets die Grüße aus der Pfalz. Sein bekanntestes Schlagwort war der Spruch „Katholisch ist Trumpf“, das er am 8. September 1881 auf dem Katholikentag in Bonn prägte. Die von ihm oft gebrauchte Redewendung „Wir sind auch wieder dabei“ oder „Wir sind auch wieder da“ löste Heiterkeit aus und wurde zum geflügelten Wort.

In einem treffenden Nachruf der Augsburger Postzeitung hieß es über den Priester: „Hammer war von hochragender, in späteren Jahren etwas gebeugter Gestalt. Früh wurde sein volles Haar weiß, aber sein Angesicht bewahrte bis zum Ende die jugendliche

Infolge eines Schlaganfalls starb er am Abend des 8. Juni 1901 in Wolfstein. Er liegt vor der Wallfahrtskirche in Kaulbach begraben, wo sich sein Grab erhalten hat. Die von Hammer begründete und gestiftete Wallfahrt in Kaulbach gehört zu den offiziellen Pilgerstätten der Diözese Speyer.

Wallfahrtstage

Wallfahrtstage sind jeweils der Sonntag nach den Festen "Mariä Heimsuchung" (02.07.) und "Mariä Geburt" ( 10.09.).

Kontaktadresse: Pfarrbüro Lauterecken

 

 

 


Anfahrt

Wallfahrtskapelle Herz Mariä

Kapellenweg 31
67757 Kreimbach-Kaulbach

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